Warum dich das Hinterfragen weiterbringt

Wotu soll das Fragen und Hinterfragen gut sein? Weißt du noch, dass deine Lieblingsfrage als Kind mit „warum“ anfing? Warum fallen Äpfel vom Baum, warum ist der Mond rund, warum können Vögel fliegen. Warum, warum, warum. Irgendwann hört jedes Kind auf, nach den Gründen der sog. „Selbstverständlichkeiten“ zu fragen.

Menschen haben Tag für Tag zu ca. 98% die gleichen Denkmuster und Gedanken. Das bedeutet, dass eine wichtige Veränderung für den Menschen nur dann möglich ist, wenn dieser Autopilot-Modus verlassen werden kann, damit in den verbleibenden 1-2% neue Erkenntnisse, Sichtweisen und Lösungen Einzug erhalten können. Je mehr du deine Selbstverständlichkeiten und deinen Autopilot-Modus hinterfragst, desto besser und schneller kannst du lernen.

Lernen bedeutet

  • über den Tellerrand schauen,
  • die eigene Sichtweise hinterfragen und sich selbst dadurch besser kennenlernen,
  • eine neue ganzheitliche Orientierung suchen,
  • differenzierteres Denken und Handeln und
  • sich vom Leben und Menschen immer öfter „verunsichern“ und begeistern lassen, damit die Frage nach dem Warum gestellt und somit die großen Linien im Leben besser verstanden werden.

Es ist ein verbreitetes Muster, im Austausch und in Diskussion mit anderen von eigener Wahrheit zu sprechen und zu verteidigen. Was hier vermischt wird, ist die Meta-Ebene der Schöpferkraft und ihrer Gesetze einerseits und die eigene Perspektive für das Leben andererseits.

Das Leben unterliegt den allgemein gültigen Grundsätzen der Schöpfung. Der Lauf der Gestirne und die damit verbundene Zeitqualität, in der wir leben, die fünf Elemente, die die Natur und den Menschen beeinflussen, die sechs Chakren, die unsere Lebensthemen und Herausforderungen beinhalten, die Spirits, d.h. die Experten der Schöpferkraft, die uns mit ihrem Fachwissen zur Seite stehen. Das nenne ich die göttliche, die spirituelle Wahrheit. Das ist der Rahmen, in dem sich unser Leben abspielt und der Polarstern, der auch dir bei der Orientierung bei deiner Sichtweise für das Leben weiterhelfen kann.

Uns Menschen verbinden die Qualitäten wie Menschlichkeit, Liebe, Mitgefühl, Dankbarkeit, Respekt vor Natur und Lebewesen: all das, was uns auf dem kleinsten und doch dem größten Nenner jenseits alles Beschränkungen und Wahrheiten verbindet. Früher wurden die eigenen Wahrheiten mit Feuer und Schwert verteidigt und verbreitet. Heute wird (fast) nicht mehr gekämpft, sondern die Zugbrücke hochgezogen und in der Burg der eigenen Wahrheit ausgeharrt. So hat jeder seine Wahrheit und lässt den anderen in Ruhe. Doch dies kann kein Dauerzustand sein.

Um die Welt und das Leben zu verstehen, werden immer noch Naturgesetze und Regelmäßigkeiten im Verhalten realer Systeme entdeckt. Beispiele dazu sind die Gravitationskraft der Erde und Gesetze der Vererbung nach G.Mendel für Lebewesen, etc. Sie sind relativ und ändern sich je nach Entwicklungsstand der Wissenschaft. Die einfachste Frage, die (Selbst-)Erkenntnis voranzutreiben ist die nach dem Grund, warum das eine und das andere passiert. Ich kann es mir sehr gut vorstellen, dass ein Forschergeist wie Isaac Newton sich gefragt hat, warum fallende Gegenstände ausgerechnet auf die Erde fallen und nicht umgekehrt. Oder dass Nikolaus Kopernikus das alte Kirchendogma der Geozentrik hinterfragte und damit das heliozentrische Weltbild begründete, welches der Realität entspricht. Genauso kannst du deine eigenen Selbstverständlichkeiten hinterfragen und Neues in deinem eigenen Universum entdecken.

Ein anderes spannendes Beispiel für das Hinterfragen einer Selbstverständlichkeit ist in der literarischen Szene als die Shakespeare-Urheberschaftsdebatte bekannt. Einerseits gab es den geschäftstüchtigen, unbelesenen, des Schreibens kaum kundigen Handschuhmachersohn namens William Shakspere. Andererseits Edward de Vere, der siebzehnte Earl of Oxford, der aus dem englischen Hochadel stammende, feingebildete und über intime Kenntnisse des Hofs verfügende Aristokrat, der möglicherweise unter dem berühmten Pseudonym William (wie der normannische Eroberer) Shake-Speare (also der Speerschwinger, da de Vere ein ausgezeichneter Turnierreiter war) seine Stücke gedruckt sehen wollte, ohne sich die Blöße des Schreiberlings zu geben. Es gibt Befürworter und Opponenten der sog. Oxfordianischen Theorie und deren wissenschaftliche Belege und deren Gegenbelege. Die genaue Urheberschaft wird vermutlich nie eindeutig zu klären sein, doch es ist erhellend darüber nachzudenken, ob es realistisch ist, dass ein ungebildeter Mann aus der Provinz imstande war, diese Klassiker der Weltliteratur zu verfassen.

Wenn du in erster Linie deine eigene Sichtweise regelmäßig in Frage stellst, dann verringert sich der Anteil des Autopiloten in deinem Leben und es wird leichter, du selbst zu sein. Ich möchte es dir anhand eines virtuellen Tortendiagramms erklären. Stelle dir vor, dass die gesamte Torte 100% deiner Ressourcen und Potenziale darstellt. Aufgrund natürlicher Beschränkungen wie die Lebenszeit, die Schaffens- und Erholungszeit etc. nutzt du zurzeit wie alle anderen Menschen nur einen geringen Teil davon, sagen wir ein Tortenstück. Wenn du jedoch deine Überzeugungen, Glaubenssätze, etc. über dich selbst und die Welt in Frage stellst und änderst, neue Erfahrungen machst, dann vergrößert sich langsam das Tortenstück deines tatsächlich genutzten persönlichen Potenzials. Leider werden manche Menschen dazu gezwungen, ihren Autopiloten durch Krankheit oder sog. Schicksalsschläge zu verlassen, damit durch die Intensität und Wucht der Ereignisse die noch freibleibenden 1-2% für die Persönlichkeitsentwicklung genutzt werden.

Dieser Prozess der Persönlichkeitsentwicklung weicht die bisherigen Begrenzungen auf, sorgt für eine neue Auffassung über dich und die Welt und führt somit zu einem Paradigmenwechsel, d.h. einem Wandel grundlegender Rahmenbedingungen in Bezug auf dich und „deine Welt“. Dieser Quantensprung ermöglicht es schließlich, größere Erfolge und Zufriedenheit im beruflichen und privaten Leben zu erreichen.

Entdecke wieder das Kind in dir und stelle neue Warum-Fragen aus heutiger Perspektive. Ich wünsche dir dabei spannende Erkenntnisse!

Leave A Response

*

* Denotes Required Field